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Forderungsaufstellung erstellen

Erstellen Sie eine vollständige Forderungsaufstellung mit Verrechnung nach § 367 BGB – ohne Excel. Verzugszinsen, RVG und Gerichtskosten werden automatisch berechnet, Zahlungen automatisch verteilt. Kostenlos, in rund zwei Minuten, als durchsuchbares PDF.

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Bitte prüfen Sie das Ergebnis der automatischen Verrechnung vor der Verwendung im Einzelfall.

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Was ist eine Forderungsaufstellung?

Eine Forderungsaufstellung stellt eine offene Forderung vollständig und nachvollziehbar dar: die Hauptforderung, aufgelaufene Verzugszinsen, Anwalts- und Gerichtskosten sowie bereits geleistete Zahlungen. Sie dient als belastbare Grundlage für Mahnungen, Klagen und die Zwangsvollstreckung – und macht für Schuldner und Gericht transparent, wie sich der Gesamtbetrag zusammensetzt. Als Vorlage bzw. Muster zum Selbstbefüllen stehen weiter unten eine Word- und eine Excel-Datei bereit; was diese nicht rechnen, steht direkt darunter.

Entscheidend ist die richtige Verrechnung von Teilzahlungen. Reicht eine Zahlung nicht zur Tilgung der gesamten Schuld, gibt § 367 Abs. 1 BGB die Reihenfolge vor: Eine eingehende Zahlung wird zuerst auf die Kosten, dann auf die Zinsen und zuletzt auf die Hauptforderung angerechnet. Wer diese Reihenfolge in einer Excel-Tabelle von Hand nachbildet, riskiert Rechenfehler und Streit über den verbleibenden Saldo. Der Artikel Teilzahlungen nach §§ 366, 367 BGB verrechnen rechnet einen Fall mit zwei Teilzahlungen durch; für die Anlage zum Vollstreckungsauftrag siehe Forderungsaufstellung für den Gerichtsvollzieher.

fordify verteilt nicht ausdrücklich zugeordnete Zahlungen zunächst auf Kosten, dann auf Zinsen und zuletzt auf Hauptforderungen. Hat der Fall genau eine Hauptforderung und keine gesondert erfasste Zinsforderung und ist der Modus für Verbraucherdarlehen nach § 497 Abs. 3 BGB nicht gewählt, bedient fordify mehrere Kostenpositionen in der Reihenfolge ihres Datums, ältere zuerst und gleich alte anteilig; sonst gilt innerhalb der Kosten und der Hauptforderungen die Reihenfolge ihrer Erfassung. Bei mehreren Forderungen kann eine abweichende gesetzliche Zuordnung erforderlich sein; betroffene Aufstellungen werden als Prüfentwurf ausgegeben. Sind mehrere Forderungen gleichartig und im Fall so gekennzeichnet, rechnet fordify solche Zahlungen nach § 366 Abs. 2 BGB zuerst auf die am Zahlungstag fällige und zuerst fällig gewordene Hauptforderung an und innerhalb dieser nach § 367 Abs. 1 BGB. Bei mehreren selbstständigen Forderungen ist zunächst nach § 366 BGB zu bestimmen, welche Schuld getilgt wird. Innerhalb dieser Schuld regelt § 367 BGB grundsätzlich die Anrechnung auf zugehörige Kosten, Zinsen und Hauptforderung. fordify wendet sie an, wenn die Forderungen im Fall als gleichartig gekennzeichnet sind; im Hausgeld- und Mietkonto gilt sie nach festen Regeln für Hausgeld und Miete. Rückstände aus Hausgeld oder Miete führen Sie als Konto (Teil von Pro): im Hausgeldkonto für Wohnungseigentümergemeinschaften, mit Verrechnung nach Fälligkeit, und im Mietkonto für Wohnraum und Gewerberaum, mit Verrechnung nach § 366 BGB. Für Verbraucherdarlehen lässt sich der Modus nach § 497 Abs. 3 BGB aktivieren – dann wird in dieser Reihenfolge verrechnet: zunächst die Kosten der Rechtsverfolgung, dann der übrige geschuldete Betrag, zuletzt die nach Eintritt des Verzugs anfallenden Zinsen. Diese Reihenfolge gilt nach § 497 Abs. 4 BGB nicht für Immobiliar-Verbraucherdarlehen. Ob ein Verbraucherdarlehen im Verzug vorliegt, prüfen Sie eigenverantwortlich.

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Forderungsaufstellung: Vorlage für Word und Excel

Das Gerüst einer Forderungsaufstellung. Die Word-Datei zeigt die Spalten des fordify-PDF mit einem durchgerechneten Beispiel und rechnet selbst nicht. Die Excel-Datei rechnet eine Hauptforderung mit festem Zinssatz, bei einer Zahlung nur bis zum Zahlungstag.

Schritt für Schritt: Forderungsaufstellung erstellen
  1. Basiszinswechsel

    Verzugszinsen über einen Basiszinswechsel hinweg. Der Basiszinssatz nach § 247 BGB ändert sich zum 1. Januar und zum 1. Juli. Läuft der Verzug über so ein Datum, muss der Zeitraum geteilt und jeder Abschnitt mit seinem eigenen Satz gerechnet werden.

  2. Teilzahlungen und Anrechnung

    Die Anrechnung von Teilzahlungen. Eine Zahlung tilgt zuerst die Kosten, dann die Zinsen und zuletzt die Hauptforderung (§ 367 Abs. 1 BGB). Abweichende Tilgungsbestimmungen und besondere gesetzliche Anrechnungsregeln sind gesondert zu beachten.

    • Erstens wirksame abweichende Bestimmungen oder Vereinbarungen: eine Tilgungsbestimmung des Schuldners (§ 367 Abs. 2 BGB), ein Vergleich oder eine entsprechend ausgestaltete Ratenzahlungsvereinbarung.
    • Zweitens gesetzliche Sonderregelungen – etwa § 497 Abs. 3 BGB für Verbraucherdarlehen im Verzug, der Rechtsverfolgungskosten vorrangig lässt und danach den übrigen geschuldeten Betrag vor den nach Eintritt des Verzugs anfallenden Zinsen tilgt. Diese besondere Anrechnungsreihenfolge gilt nicht für Immobiliar-Verbraucherdarlehen. Von diesen Schutzvorschriften darf nicht zum Nachteil des Verbrauchers abgewichen werden (§ 512 BGB), günstigere Vereinbarungen bleiben möglich.

    fordify beherrscht diese Fälle, diese Vorlage nicht.

  3. Noch nicht fällige Forderungen

    Eine Zahlung kann auch eine noch nicht fällige Forderung tilgen, wenn diese bereits erfüllt werden darf. Bei mehreren Forderungen sind insbesondere eine wirksame Tilgungsbestimmung und die gesetzliche Reihenfolge nach §§ 366, 367 BGB zu beachten.

  4. Abzug erst am Schluss

    • Wer eine Teilzahlung erst am Schluss von der Summe abzieht, kann dadurch zu hohe Zinsen ausweisen – soweit die Zahlung vorher die verzinsliche Hauptforderung vermindert hätte.
    • Trifft sie dagegen vollständig auf Kosten und Zinsen, sinkt die Hauptforderung nicht, und der Schlussabzug führt zum selben Saldo.

    Im Regelfall des § 367 Abs. 1 BGB wird die Zahlung am Zahlungstag auf Kosten, Zinsen und Hauptforderung angerechnet; ab dem Folgetag wird die verbleibende Hauptforderung weiter verzinst. Soweit die Zahlung die Hauptforderung vermindert, muss das bereits bei der Zinsberechnung bis zum heutigen Stichtag berücksichtigt werden.

In 3 Schritten erstellt

Von der Forderung zum fertigen PDF.

  1. Positionen & Hauptforderungen erfassen

    Erfassen Sie Ihre Hauptforderungen sowie weitere Positionen wie geleistete Zahlungen – jeweils mit Datum und Betrag. Auch mehrere Hauptforderungen sind möglich.

  2. Zinsen & Kosten automatisch berechnen lassen

    Verzugszinsen, RVG-Gebühren und Gerichtskosten werden automatisch berechnet und nach § 367 BGB verrechnet – tagesgenau.

  3. Als durchsuchbares PDF exportieren

    Exportieren Sie die fertige Forderungsaufstellung als durchsuchbares PDF – zur Weitergabe an die Mandantschaft, den Schuldner oder das Gericht und zur Archivierung.

Warum fordify?

Webbasiert & sofort einsatzbereit

Keine Installation, kein Download, keine IT-Abteilung. Browser öffnen und loslegen – auf jedem Gerät mit aktuellem Browser.

Verrechnungslogik nach § 367 BGB

fordify verrechnet Teilzahlungen nach § 367 BGB; wie genau, steht oben unter „Was ist eine Forderungsaufstellung?“ und in den FAQ.

Zinsen, Kosten & Fristen integriert

Verzugszinsen nach § 288 BGB, Anwaltsgebühren nach RVG, Gerichtskosten nach GKG und die 40-Euro-Pauschale (§ 288 Abs. 5 BGB) sind direkt eingebaut. Pro Hauptforderung weist fordify zusätzlich ein rechnerisches Ende der Verjährungsfrist aus (Modellberechnung nach §§ 195, 199 Abs. 1 BGB, bei titulierten Ansprüchen § 197 BGB; Hemmung, Ablaufhemmung und Neubeginn sind nicht geprüft) – kein Wechsel zwischen mehreren Werkzeugen.

In der Kanzleipraxis erprobt

fordify ist in der Kanzleipraxis erprobt. Die hinterlegten Rechtsgrundlagen (Basiszinssatz, RVG- und GKG-Tabellen, Pfändungstabelle) zeigt fordify mit Stand und Quelle im jeweiligen Rechner an. Ihre Falldaten bleiben in jedem Tarif im Browser und verlassen Ihren Rechner nicht.

FAQ

Häufige Fragen zur Forderungsaufstellung

Was kostet das Erstellen einer Forderungsaufstellung?

Das Erstellen einer Forderungsaufstellung ist bei fordify kostenlos – ohne Registrierung und ohne festgelegte Nutzungsdauer. Für das Speichern von Fällen über das Schließen des Tabs hinaus, den CSV-Export und White-Label-PDFs (ohne fordify-Kennzeichnung) steht der kostenpflichtige Tarif Pro bereit.

Brauche ich einen Account, um eine Forderungsaufstellung zu erstellen?

Nein. Sie können sofort loslegen und eine vollständige Forderungsaufstellung erstellen und als PDF exportieren – ganz ohne Account. Ein Konto brauchen Sie erst für Pro: Dann bleiben Ihre Fälle über das Schließen des Tabs hinaus in Ihrem Browser gespeichert – lokal, nicht auf unseren Servern –, und Sie können sie als JSON-Datei sichern und auf einem anderen Gerät importieren. Sichern Sie Ihre Fälle regelmäßig: Ihr Browser kann lokal gespeicherte Daten löschen.

Wie funktioniert die Verrechnung nach § 367 BGB?

Reicht eine Zahlung nicht zur Tilgung der gesamten Schuld, schreibt § 367 Abs. 1 BGB die Reihenfolge vor: zuerst werden die Kosten getilgt, dann die Zinsen, zuletzt die Hauptforderung. Im Standardmodus rechnet fordify Zahlungen innerhalb der ausgewählten Forderung grundsätzlich zuerst auf Kosten, dann auf Zinsen und zuletzt auf die Hauptforderung an. Eine wirksame abweichende Tilgungsbestimmung und der gesonderte Modus für Verbraucherdarlehen können zu einer anderen Verrechnung führen. Die berücksichtigte Verrechnung wird ausgewiesen. Bei mehreren Forderungen führt eine ungeklärte gesetzliche Auswahl nach § 366 Abs. 2 BGB zum Prüfentwurf. Für Verbraucherdarlehen können Sie in fordify den Modus nach § 497 Abs. 3 BGB aktivieren; dann werden Teilzahlungen in dieser Reihenfolge verrechnet: zunächst die Kosten der Rechtsverfolgung, dann der übrige geschuldete Betrag, zuletzt die nach Eintritt des Verzugs anfallenden Zinsen. Diese Reihenfolge gilt nach § 497 Abs. 4 BGB nicht für Immobiliar-Verbraucherdarlehen. Ob ein Verbraucherdarlehen im Verzug vorliegt, prüfen Sie eigenverantwortlich.

Kann ich das erstellte PDF weiterverwenden?

Ja. Die Forderungsaufstellung wird als durchsuchbares PDF erzeugt – kein Bildscan, sondern echter Text. Sie können das PDF an die Mandantschaft, den Schuldner oder das Gericht weitergeben, durchsuchen und archivieren. Ihr Kanzlei-Logo können Sie in jedem Tarif einfügen; im Pro-Tarif enthält das PDF keine fordify-Kennzeichnung (White-Label). Drucken Sie über den Browser, kann dieser eigene Kopf- oder Fußzeilen (Datum, Seitenzahl, Adresse) hinzufügen; das stellen Sie im Druckdialog ab.

Für wen ist fordify gedacht?

fordify richtet sich an Anwaltskanzleien, Rechtsanwaltsfachangestellte (ReNo) und das Forderungsmanagement in Unternehmen und Inkassobüros. Überall, wo Forderungsaufstellungen nachvollziehbar und mit ausgewiesenen Rechenschritten erstellt werden müssen, spart fordify Zeit gegenüber handgepflegten Tabellen.

Welche Positionen kann ich in die Forderungsaufstellung aufnehmen?

Sie können eine oder mehrere Hauptforderungen, Verzugszinsen nach § 288 BGB, Anwaltskosten nach RVG, Gerichtskosten nach GKG, die 40-Euro-Pauschale nach § 288 Abs. 5 BGB sowie geleistete Zahlungen und Gutschriften erfassen. Zinsen und Gebühren werden automatisch berechnet, Zahlungen automatisch nach § 367 BGB verrechnet.