Inkassokosten-Rechner – was darf ein Inkasso kosten?
Berechnen Sie anhand der Forderungshöhe die RVG-basierte Obergrenze möglicher vorgerichtlicher Inkassokosten – einschließlich der grundsätzlichen 0,9-Grenze bei Inkassodienstleistungen wegen unbestrittener Forderungen. Ob und in welcher Höhe der Schuldner diese Kosten ersetzen muss, hängt vom Einzelfall ab. Kostenlos und ohne Registrierung.
Berechnung nach RVG. Sie ersetzt keine Rechtsberatung und nicht die Prüfung des Einzelfalls.
Übernehmen Sie die vorgerichtlichen Rechtsverfolgungskosten in eine Forderungsaufstellung nach § 367 BGB – mit Zinsen und Zahlungen automatisch verrechnet, als PDF.
Wann die Pauschale verlangt werden kann, wie sie angerechnet wird und wo beides in der Aufstellung steht.
Für gerichtliche Verfahren (Klage, Mahnbescheid): Verfahrensgebühr, Auslagen und gegebenenfalls Umsatzsteuer nach RVG und Streitwert.
FAQ
Häufige Fragen zu Inkassokosten
Wie hoch dürfen Inkassokosten sein?
Für die Obergrenze erstattungsfähiger Kosten eines Inkassodienstleisters ist die entsprechende Anwaltsvergütung nach dem RVG maßgeblich. Bei einer außergerichtlichen Inkassodienstleistung wegen einer unbestrittenen Forderung beträgt der Gebührensatz grundsätzlich höchstens 0,9, in einfachen Fällen 0,5. Mehr als 0,9, höchstens jedoch 1,3, kommt nur bei besonders umfangreicher oder besonders schwieriger Inkassodienstleistung in Betracht. Für sonstige Tätigkeiten nach Nr. 2300 VV RVG kann ein Satz über 1,3 nur bei umfangreicher oder schwieriger Tätigkeit verlangt werden. Bei der Vergleichsvergütung können erstattungsfähige Auslagen, insbesondere die Post- und Telekommunikationspauschale von 20 % der Gebühren, höchstens 20 €, sowie gegebenenfalls Umsatzsteuer hinzukommen. § 13e Abs. 1 RDG begrenzt den möglichen Ersatz auf die entsprechende Anwaltsvergütung; die Voraussetzungen des Ersatzanspruchs und die tatsächlich entstandenen Kosten sind zusätzlich zu prüfen.
Was ist die 0,9-Gebühr bei unbestrittenen Forderungen?
Mit der Inkassorechtsreform zum 01.10.2021 wurde die Geschäftsgebühr für Inkassodienstleistungen wegen unbestrittener Forderungen grundsätzlich auf 0,9 begrenzt (Anm. Abs. 2 zu Nr. 2300 VV RVG). Mehr als 0,9, höchstens jedoch 1,3, kommt nur bei besonders umfangreicher oder besonders schwieriger Inkassodienstleistung in Betracht. In einfachen Fällen darf nur eine Gebühr von 0,5 gefordert werden; ein einfacher Fall liegt in der Regel vor, wenn die Forderung innerhalb von zwei Wochen nach der ersten Zahlungsaufforderung beglichen wird.
Wie viel Inkassokosten bei Kleinforderungen bis 50 Euro?
Bei einer außergerichtlichen Inkassodienstleistung wegen einer unbestrittenen Forderung bis 50 Euro beträgt die volle Gebühr nach § 13 Abs. 2 RVG nach der seit 01.06.2025 geltenden Fassung 31,50 Euro statt 51,50 Euro. Darauf wird der Gebührensatz angewandt: bei 0,9 sind das 28,35 Euro, in einfachen Fällen bei 0,5 sind es 15,75 Euro, jeweils zuzüglich Auslagen. Ist nach § 60 RVG die unmittelbar vorherige Gesetzesfassung anzuwenden, beträgt die volle Gebühr 30 Euro.
Wann kann der Gläubiger die Pauschale von 40 Euro verlangen?
Die Verzugspauschale beträgt 40 Euro. Sie kann bei einer Entgeltforderung verlangt werden, wenn der Schuldner in Verzug und kein Verbraucher ist (§ 288 Abs. 5 BGB). Der Gläubiger muss kein Unternehmer sein. Werden daneben erstattungsfähige Anwalts- oder Inkassokosten als Verzugsschaden geltend gemacht, muss die Pauschale auf diesen Schadensersatz angerechnet werden (§ 288 Abs. 5 Satz 3 BGB). Bei verspätetem Arbeitsentgelt lehnt das Bundesarbeitsgericht die Pauschale ab (§ 12a Abs. 1 Satz 1 ArbGG; BAG, Urteil vom 25.09.2018 – 8 AZR 26/18).
Muss ich die Inkassokosten zahlen?
Inkassokosten können als Verzugsschaden ersatzfähig sein, wenn sich der Schuldner bei der kostenverursachenden Beauftragung bereits in Verzug befand und die Einschaltung aus Sicht des Gläubigers zur zweckentsprechenden Rechtsverfolgung erforderlich war (§§ 280 Abs. 1 und 2, 286 BGB). Bei unbestrittenen Forderungen gelten die seit 2021 abgesenkten Höchstsätze. Dieser Rechner ersetzt keine rechtliche Prüfung des Einzelfalls.
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