Mahnbescheid-Rechner – was kostet ein Mahnbescheid?
Streitwert und Eingangsdatum des Antrags eingeben: Der Mahnbescheid-Rechner ermittelt die Kosten eines gerichtlichen Mahnbescheids aus dem Streitwert: Gerichtskosten nach dem GKG plus Anwaltskosten nach dem RVG – optional inklusive Vollstreckungsbescheid. Beträge für gängige Streitwerte stehen in der Tabelle unten. Das gerichtliche Mahnverfahren kann einen kostengünstigen Weg zu einem vollstreckbaren Titel eröffnen. Erhebt der Antragsgegner nicht rechtzeitig Widerspruch, kann auf weiteren Antrag ohne mündliche Verhandlung ein Vollstreckungsbescheid ergehen. Kostenlos und ohne Registrierung.
Gerichts- und Anwaltskosten, Zinsen und Zahlungen automatisch nach § 367 BGB verrechnen – als professionelles PDF exportierbar.
Der Prozesskostenrechner zeigt das allgemeine Kostenmodell eines erstinstanzlichen Zivilprozesses; die Gebührenkette nach einem Mahnverfahren bildet er derzeit nicht vollständig ab.
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Was die Forderungsaufstellung als Anlage zum Vollstreckungsauftrag enthalten muss (§§ 753, 788 ZPO).
Wie Hauptforderungen, Zinsen, Teilzahlungen und Nebenforderungen in den Mahnantrag kommen.
Mit dem Vollstreckungsbescheid zur Lohnpfändung – pfändbaren Anteil nach § 850c ZPO ermitteln.
Tabelle
Kosten eines Mahnbescheids nach Streitwert: Beispiele
Berechnet mit diesem Rechner nach der Tabelle ab 01.06.2025, ohne Vollstreckungsbescheid. Die Gerichtsgebühr beträgt 0,5 nach Nr. 1100 KV GKG, mindestens jedoch den gesetzlichen Mindestbetrag. Die Anwaltskosten umfassen die 1,0-Verfahrensgebühr nach Nr. 3305 VV RVG, die Auslagenpauschale nach Nr. 7002 VV RVG und 19 % Umsatzsteuer. Die Anrechnung einer vorgerichtlichen Geschäftsgebühr berücksichtigt der Rechner nicht.
| Streitwert | Gerichtsgebühr | Anwaltskosten | zusammen |
|---|---|---|---|
| 500 € | 38,00 € | 73,54 € | 111,54 € |
| 1.000 € | 38,00 € | 132,80 € | 170,80 € |
| 2.000 € | 51,50 € | 233,24 € | 284,74 € |
| 3.000 € | 62,75 € | 304,05 € | 366,80 € |
| 5.000 € | 85,25 € | 445,66 € | 530,91 € |
| 10.000 € | 141,50 € | 799,68 € | 941,18 € |
| 20.000 € | 202,50 € | 1.061,48 € | 1.263,98 € |
| 50.000 € | 319,00 € | 1.638,63 € | 1.957,63 € |
FAQ
Häufige Fragen zum Mahnbescheid
Was kostet ein Mahnbescheid?
Die Kosten eines Mahnbescheids bestehen aus den Gerichtskosten (GKG) und – bei anwaltlicher Vertretung – den Anwaltskosten (RVG), die sich beide nach dem Streitwert richten. Das Gericht erhebt eine 0,5-Gebühr (Nr. 1100 KV GKG), mindestens jedoch einen gesetzlichen Mindestbetrag. Der Anwalt berechnet eine 1,0-Verfahrensgebühr (Nr. 3305 VV RVG) zuzüglich Auslagenpauschale und Umsatzsteuer.
Wie setzen sich die Gerichtskosten beim Mahnbescheid zusammen?
Für das Mahnverfahren sieht das GKG eine 0,5-Gebühr vor (Nr. 1100 KV GKG), berechnet aus dem Streitwert nach der GKG-Gebührentabelle, mindestens jedoch einen gesetzlichen Mindestbetrag. Diese eine Gebühr deckt das gesamte Mahnverfahren bis zum Vollstreckungsbescheid ab. Gerichtskosten sind nicht umsatzsteuerpflichtig.
Was kostet die anwaltliche Vertretung im Mahnverfahren?
Der Anwalt erhält für die Vertretung des Antragstellers im Mahnverfahren eine Verfahrensgebühr von 1,0 (Nr. 3305 VV RVG) aus dem Streitwert, zuzüglich der Auslagenpauschale (Nr. 7002 VV, 20 %, höchstens 20 €) und Umsatzsteuer. Geht das Verfahren später in das streitige Verfahren über, wird diese Gebühr auf die Verfahrensgebühr des Rechtsstreits angerechnet. Soweit wegen desselben Gegenstands bereits eine Geschäftsgebühr entstanden ist, wird diese bei Wertgebühren grundsätzlich zur Hälfte, höchstens mit einem Gebührensatz von 0,75, auf die Verfahrensgebühr des Mahnverfahrens angerechnet (Vorbem. 3 Abs. 4 VV RVG). Auch diese Anrechnung berücksichtigt der Rechner nicht.
Kostet der Vollstreckungsbescheid extra?
Eine zusätzliche Gerichtsgebühr fällt nicht an: Die 0,5-Gebühr für das Mahnverfahren (Nr. 1100 KV GKG) deckt auch den Antrag auf Erlass des Vollstreckungsbescheids ab. Für die anwaltliche Vertretung beim Antrag auf Erlass des Vollstreckungsbescheids entsteht im hier berechneten gewöhnlichen Mahnverfahren neben Nr. 3305 grundsätzlich eine weitere Verfahrensgebühr von 0,5 nach Nr. 3308 VV RVG, wenn innerhalb der Widerspruchsfrist kein Widerspruch erhoben wurde. Aktivieren Sie dazu im Rechner die Option „inkl. Vollstreckungsbescheid“. Der Vollstreckungsbescheid ist ein vollstreckbarer Titel. Das gerichtliche Mahnverfahren kann einen kostengünstigen Weg zu einem vollstreckbaren Titel eröffnen.
Was passiert, wenn der Gegner Widerspruch einlegt?
Nach rechtzeitigem Widerspruch gegen den Mahnbescheid gibt das Gericht die Sache an das Streitgericht ab, wenn eine Partei die Durchführung des streitigen Verfahrens beantragt (§ 696 Abs. 1 ZPO). Nach Einspruch gegen den Vollstreckungsbescheid erfolgt die Abgabe von Amts wegen (§ 700 Abs. 3 ZPO). Mit dem Eingang der Akten beim Streitgericht entsteht im regulären erstinstanzlichen Zivilprozess die 3,0-Gerichtsgebühr; die Mahnverfahrensgebühr wird nach dem Wert des in das Streitverfahren übergegangenen Gegenstands angerechnet (Nr. 1210 Anm. Abs. 1 KV GKG). Je nach Verfahrensbeendigung kommt eine Ermäßigung in Betracht. Hinzu kommen die Gebühren für die anwaltliche Tätigkeit im Rechtsstreit unter Berücksichtigung einschlägiger Anrechnungen. Der Prozesskostenrechner zeigt das allgemeine Kostenmodell eines erstinstanzlichen Zivilprozesses; eine vollständige Abrechnung der Gebührenkette nach einem Mahnverfahren bildet er derzeit nicht ab.
Hemmt der Mahnbescheid die Verjährung?
Ja. Die Zustellung des Mahnbescheids hemmt die Verjährung (§ 204 Abs. 1 Nr. 3 BGB). Maßgeblich ist die Zustellung, nicht der Antragseingang; erfolgt die Zustellung demnächst, wirkt die Hemmung auf den Eingang des Antrags zurück (§ 167 ZPO). Die Hemmung endet sechs Monate nach der rechtskräftigen Entscheidung oder anderweitigen Beendigung des Verfahrens. Gerät das Verfahren in Stillstand, weil die Parteien es nicht betreiben – etwa wenn nach einem Widerspruch niemand die Durchführung des streitigen Verfahrens beantragt –, tritt an die Stelle der Beendigung die letzte Verfahrenshandlung der Parteien, des Gerichts oder der sonst mit dem Verfahren befassten Stelle. Die Hemmung beginnt erneut, wenn eine Partei das Verfahren weiter betreibt (§ 204 Abs. 2 BGB). Ein späteres Weiterbetreiben lässt eine inzwischen bereits vollendete Verjährung nicht rückwirkend entfallen. Der Mahnbescheid ist ein verbreitetes Mittel, um eine drohende Verjährung kurzfristig zu hemmen – siehe auch den Verjährungsrechner.
Passende Rechner
- Gerichtskostenrechner – Gerichtskosten nach Streitwert
- RVG-Rechner – Anwaltsgebühren nach RVG
- Verjährungsrechner – Verjährung nach §§ 195, 199 BGB
- Pfändungsrechner – Pfändbarer Betrag nach § 850c ZPO